Neu gerechnet · 20. September 2026 · auf unserem eigenen PC
Für diese 35-Qubit-Schaltung haben wir den vollständigen Zustand mit 34.359.738.368 komplexen Amplituden berechnet. Wir verwendeten doppelte Genauigkeit und schnitten keine Amplituden ab. Der Zustand benötigt 512 GiB. Wir speicherten ihn auf der SSD und ließen die Grafikkarte die Blöcke verarbeiten.
Jede der 34.359.738.368 Wahrscheinlichkeiten ist hier einsortiert. Die Balken stammen aus unserer Rechnung. Die Linie zeigt die theoretische Verteilung für große zufällige Quantenzustände. Unsere Kennzahl ist 1,9999973; der theoretische Vergleichswert liegt praktisch bei 2.
Rechenweg und Einordnung des Vergleichs
Wir berechneten eine Zufallsschaltung mit 1.025 Gattern in 20 Zyklen auf einem Gitter aus 5 mal 7 Qubits. Sie verwendet das Gattermuster aus Googles Zufallsschaltungs-Experimenten. Wir wechselten zwischen zwei Zustandsdateien zu je 512 GiB auf der SSD. Die RTX 3090 verarbeitete Blöcke von 4 GiB. Nach jedem Block speicherten wir einen Zwischenstand, an dem die Rechnung nach einer Pause fortsetzen konnte.
Aufwand: 10,8 Stunden Rechenzeit, aufgeteilt in 458 kurze Aufträge, damit die öffentliche Warteschlange zwischendurch frei blieb. Geschrieben wurden 4,4 TiB. Die SSD blieb dabei unter 42 Grad Celsius. Hardware: Intel Core i9-10900K, 62 GB RAM, NVIDIA RTX 3090 (24 GB), 2-TB-SSD.
Andere Forschungsteams haben SSD-gestützte Simulationen veröffentlicht. Hsu und Kollegen beschreiben 39 Qubits mit 256 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Terabyte SSD (Connection Science, 2024). Unsere 35 Qubits liefen mit rund 62 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 2-Terabyte-SSD. Wir dokumentieren damit, welche vollständige Schaltung dieser PC unter den genannten Prüfbedingungen bewältigt. Einen Weltrekord beanspruchen wir nicht.
Wir berechnen die Schaltung auf klassischer Hardware. Für einen Quantenvorteil müsste ein Quantencomputer starke klassische Verfahren bei vergleichbarer Aufgabe und Ergebnisqualität übertreffen. Die Größe unserer SSD entscheidet das nicht. Für unseren vollständigen Zustandsvektor verdoppelt jedes zusätzliche Qubit den Speicherbedarf.
Die Messwerte als Daten. Die Zustandsdateien mit je 512 GiB waren Zwischendaten und wurden nach der Auswertung gelöscht.